Welche Armatur ist für Gas geeignet? Orientierung für die Praxis
Gas und Armaturen: Warum die Auswahl keine Kompromisse erlaubt
Bei Gasinstallationen gilt ein klares Prinzip: Nur Armaturen verwenden, die ausdrücklich für Gas zugelassen sind. Wer eine Armatur einsetzt, die lediglich für Wasser oder Heizung freigegeben ist, riskiert im besten Fall die Abnahme durch den Netzbetreiber nicht zu bestehen, im schlechtesten Fall eine sicherheitskritische Installation. Die Unterschiede zwischen Gas- und anderen Armaturen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, aber technisch bedeutsam.
Was eine Gasarmatur von anderen Armaturen unterscheidet
Gas-Kugelhähne müssen nach DIN-EN 331 gefertigt und geprüft sein. Diese Norm legt die Anforderungen an Absperrventile für Gasinstallationen in Gebäuden fest, darunter Dichtheit, Druckbelastbarkeit, Betätigungskraft und Langzeiteigenschaften. Armaturen, die dieser Norm entsprechen, sind entsprechend gekennzeichnet.
HSE Gas-Kugelhähne werden aus Messing CW 617 N gefertigt und verfügen über die Druckstufe MOP 5. MOP steht für Maximum Operating Pressure und gibt an, welchem maximalen Betriebsdruck die Armatur dauerhaft standhalten kann. Für Hausinstallationen im Niederdruckbereich ist MOP 5 die übliche Anforderung.
Der UNIDUO: eine Armatur für Wasser und Gas
Eine besondere Stellung im HSE-Sortiment nimmt der Kugelhahn UNIDUO ein. Er verfügt als einer der wenigen Kugelhähne auf dem Markt über eine doppelte DVGW-Zulassung, sowohl für Wasser als auch für Gas. Er ist in den Nennweiten DN 8 bis DN 50 erhältlich, trägt die Druckstufen PN 42/35 für Wasser und MOP 5 für Gas und ist darüber hinaus für Gas thermisch bis 650 Grad Celsius belastbar (HTB 0,1). Das macht ihn zur flexiblen Lösung in Installationssituationen, in denen beide Medien in unmittelbarer Nähe vorkommen.
Kennzeichnung und Erkennbarkeit in der Praxis
Eine zugelassene Gasarmatur trägt die entsprechende Kennzeichnung auf dem Gehäuse oder Griff, darunter die Normreferenz DIN-EN 331 sowie die Angabe der Druckstufe. Wer im Zweifel ist, ob eine vorhandene Armatur für Gas geeignet ist, sollte das Typenschild prüfen oder beim Hersteller nachfragen. Im Rahmen von Wartungs- und Sanierungsarbeiten ist es außerdem sinnvoll, ältere Armaturen ohne eindeutige Kennzeichnung proaktiv zu tauschen.
Modellübersichten und Datenblätter zu den HSE Gas-Kugelhähnen stehen im Downloadbereich bereit. Dort finden Sie auch die technischen Zeichnungen und Anwendungshinweise für die einzelnen Baureihen.
Typische Missverständnisse in der Praxis
Ein verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, dass ein Kugelhahn, der optisch identisch mit einem Gasmodell aussieht, auch für Gas verwendet werden darf. Das ist nicht der Fall. Entscheidend ist die dokumentierte Zulassung, nicht das Aussehen. Ebenso ist zu beachten, dass Armaturen für Flüssiggas (LPG) teilweise andere Anforderungen erfüllen müssen als solche für Erdgas. Klären Sie im Zweifel immer mit dem Netzbetreiber oder dem zuständigen Fachbetrieb, welche Anforderungen im konkreten Fall gelten.
Fazit: Gasarmaturen für die Praxis
Für Gasinstallationen gibt es keine Kompromisse bei der Armaturenwahl. Nur nach DIN-EN 331 gefertigte und entsprechend gekennzeichnete Armaturen dürfen eingesetzt werden. HSE bietet mit seinen Gas-Kugelhähnen und dem UNIDUO zuverlässige Lösungen, die die normativen Anforderungen erfüllen und für den Einsatz in der Haustechnik ausgelegt sind.
Wenn Sie Fragen zur richtigen Gasarmatur für Ihre Anwendung haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Jetzt Kontakt aufnehmen.



