Messingarmaturen für Wasser, Gas und Industrie: Die wichtigsten Unterschiede

Messing als Werkstoff für Armaturen: Stärken und Grenzen

Messing hat sich in der Armaturentechnik seit Jahrzehnten bewährt. Es ist korrosionsbeständig, gut zerspanbar, druckfest und lässt sich sauber mit Gewinde- und Pressfittings verbinden. Trotzdem ist nicht jede Messingarmatur für jeden Einsatzbereich geeignet. Die wichtigsten Unterschiede entstehen durch die Anforderungen des jeweiligen Mediums, den Betriebsdruck und die geltenden Normen und Zulassungen.

Messingarmaturen für Trinkwasser

Im Trinkwasserbereich gelten hygienische Anforderungen, die über reine Dichtheit und Druckfestigkeit hinausgehen. Armaturen müssen aus Werkstoffen bestehen, die keine gesundheitsgefährdenden Stoffe an das Wasser abgeben. Das Messing CW 617 N, das HSE für seine Trinkwasser-Kugelhähne verwendet, ist nach den geltenden Regelwerken für den Einsatz in Trinkwasseranlagen zugelassen.

Darüber hinaus müssen Trinkwasserarmaturen so konstruiert sein, dass keine Toträume entstehen, in denen sich Wasser unberührt sammeln und Legionellen bilden können. Die HSE Uniwater Kugelhähne sind totraumoptimiert und DVGW-zertifiziert, was diese Anforderung dokumentiert erfüllt.

Messingarmaturen für Gas

Gas stellt andere Anforderungen als Wasser. Die Dichtheit muss über lange Zeiträume absolut gewährleistet sein, da auch kleinste Leckagen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Gasarmaturen müssen nach DIN-EN 331 gefertigt und geprüft sein und die entsprechende Kennzeichnung tragen. Das verwendete Messing muss medienbeständig gegenüber dem jeweiligen Gas sein, also gegenüber Erdgas, Flüssiggas oder anderen Gasfamilien.

HSE Gas-Kugelhähne werden aus Messing CW 617 N gefertigt und tragen die Druckstufe MOP 5. Für Anwendungen, bei denen Gas und Wasser in einer Anlage gemeinsam vorkommen, bietet der UNIDUO eine praktische Lösung: Er ist als einer der wenigen Kugelhähne mit doppelter DVGW-Zulassung für beide Medien freigegeben.

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Messingarmaturen für Heizungsanlagen

In Heizungsanlagen sind die Anforderungen an Hygiene geringer als im Trinkwasserbereich, dafür spielen Temperatur- und Druckbeständigkeit eine größere Rolle. Heizungsarmaturen müssen den Betriebstemperaturen bis 90 Grad Celsius und den üblichen Systemdrücken dauerhaft standhalten. MS 58, das für HSE Heizungskugelhähne eingesetzte Messing, ist für diese Bedingungen geeignet und bietet zudem gute mechanische Eigenschaften für häufig betätigte Armaturen.

Die HSE Heizungskugelhähne sind in verschiedenen Druckstufen und Griffvarianten erhältlich und eignen sich für Gewinde-, Verschraubungs-, Löt- und Pressanschlüsse.

Messingarmaturen im Industriebereich

Im Industriebereich variieren die Anforderungen stark je nach Medium, Druck und Temperatur. Armaturen können dort mit aggressiven Medien, hohen Drücken oder besonderen Sicherheitsanforderungen konfrontiert sein. Messing eignet sich für viele, aber nicht alle Industrieanwendungen. Entscheidend ist, ob das verwendete Messing gegenüber dem jeweiligen Medium beständig ist. Bei aggressiven Säuren, bestimmten Lösungsmitteln oder sehr hohen Temperaturen können andere Werkstoffe notwendig sein.

Für Standardanwendungen in der Industrie, etwa Druckluft, neutrale Flüssigkeiten oder Dampf im Niedertemperaturbereich, sind Messingarmaturen eine bewährte und wirtschaftliche Wahl. Technische Daten zu den einzelnen Baureihen finden Sie in den Datenblättern im Downloadbereich.

Fazit: Messingarmaturen für Wasser, Gas und Industrie

Messingarmaturen sind vielseitig, aber nicht universell. Wer den Einsatzbereich, das Medium und die geltenden Normen kennt, trifft die richtige Wahl. HSE Armaturen bietet für Trinkwasser, Gas und Heizung ein aufeinander abgestimmtes Sortiment mit klaren Zulassungen und belastbaren technischen Grundlagen.

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